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Deilbachhammer

Umbau und Sanierung des Deilbachhammer-Ensembles

Revitalisierung des Ensembles

Die Arbeiterhäuser werden zurzeit saniert und sollen künftig der museumspädagogischen Arbeit dienen. Für das leibliche Wohl der Besucher wird dort ein Bistro eingerichtet. Im Herzstück des Ensembles, dem Hammergebäude, werden nach Wiederherstellung Schauvorführungen das Konzept abrunden. Auch das Meisterhaus wird saniert und zu Wohnzwecken umgebaut.

Der Umbau und die Sanierung des Deilbachhammer-Ensembles sind maßgeblich auf die Initiative des Konsortiums Deilbachtal bestehend aus dem Verein IDEE e.V., dem historischen Verein für Stadt und Stift Essen, dem Ruhr Museum und der Bürgerschaft Kupferdreh zurückzuführen. Am 11. Juli 2017 gab Oberbürgermeister Thomas Kufen den Startschuss für die baulichen Maßnahmen. Der Bund, die NRW Stiftung und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) überzeugte das vorgestellte Nutzungskonzept und konnten als Förderer gewonnen werden.

Das Projekt mit einem Finanzvolumen über 1.553.000 Euro wird unter Leitung der Immobilienwirtschaft durch die GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH als Generalübernehmer und Projektsteuerer realisiert. Die Arbeiten an allen 3 Gebäuden sollen voraussichtlich Anfang 2019 abgeschlossen sein. Dann steht den Bürgern der Stadt Essen und allen Interessierten ein in Deutschland einzigartiges historisches Anschauungsobjekt der frühindustriellen Entwicklung im Ruhrgebiet zur Verfügung.

Geschichte des Ensembles

Das Gründungsdatum des Deiler Eisenhammers ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich entwickelte sich die Anlage aus einer, dem Deilmanschen Bauernhof zugehörigen, Schmiede, die erst gegen Ende des 18. Jahrhundert zu einem eigenständigen Gewerbebetrieb wurde. Es wird angenommen, dass der Deiler Eisenhammer zwischen 1831 und 1844 eine Art Bahnbetriebswerk für die Deiler Eisenbahn gewesen ist. Diese Schmalspurbahn lief mitten durch das Ensemble und es ist immer noch eine, durch eine Hochwasserschwemmung 2006 freigelegte, Pflasterung zu erkennen, die als Trassenkörper identifiziert wurde. Diese Anlage war ein Teil der von Friedrich Harkort gegründeten Deilthaler Eisenbahn, einer 7,5 km lange Pferdebahn, die der Kohleversorgung des frühindustrialisierten Wuppertaler Raumes diente. Dafür wurde der Hammer um eine Tischlerei und eine Schlosserei, einschließlich einer in Deutschland einmaligen exzenterangetriebenen Blechschere, erweitert.

1911 wurde die Anlage von dem benachbarten Kohlekraftwerk der Bergischen Elektrizitäts-GmbH aufgekauft. Ein Bruch der Hammerwelle führte 1917 zur Stilllegung des Betriebes. 1935 bis 1937 wurde der Hammer durch eine konzentrierte Aktion vieler Akteure erneut betriebsfertig aufgebaut, verfiel jedoch im 2. Weltkrieg wieder. In den 1960er Jahren übernahm die Stadt Essen das abermals baufällige Ensemble. In den 70er Jahren entschied man sich für einen Elektroantrieb um die Hammer- und Blasanlage wieder vorführen zu können. 1985 wurden die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

Pressemeldungen:

20.03.2018: Richtfest im Deilbachtal

11.07.2017: Offizieller Baustart für Umbau und Sanierung des Deilbachhammer-Ensembles

27.03.2017: GVE übernimmt Projektsteuerung für Umbau und Sanierung des Deilbachhammer-Ensembles

 

Quelle: essen.de