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Aufsichtsratssitzung 09.03.15

Aufsichtsratssitzung 09.03.15

Der Aufsichtsrat der Grundstückverwaltung Stadt Essen (GVE) hat sich in seiner Sitzung am 09.03.2015 durch die Geschäftsführung umfassend über die aktuelle Situation der GVE und ihrer verbundenen Unternehmen informieren lassen und die Sachverhalte intensiv beraten.

Zur Sicherstellung einer sachgerechten Arbeitsteilung und klarer Verantwortlichkeiten hat sich der Aufsichtstrat mit einer Geschäftsordnung für die Geschäftsführung befasst und die Geschäftsverteilung innerhalb der Geschäftsführung neu geregelt.

Nach Auskunft der Geschäftsführung der GVE sind Handlungs- und Prüffelder, die der Sonderprüfer in einem Grobkonzept benannt hat, bereits in Bearbeitung genommen. Wesentlicher Gegenstand dieser Felder ist die Verbesserung der Liquiditätssituation der GVE und mit ihr verbundenen Unternehmen. Geschäftsführung und Aufsichtsrat der GVE arbeiten an der weiteren Fortführung der Gruppe. Auch die Gesellschafterin der GVE, die Stadt Essen, ist laufend in die Aufarbeitung sowie Fortführungsplanung eingebunden und hat Mitwirkung zugesagt.

Die Krise der Gesellschaft hat sich bestätigt und wird auch weiter andauern. Unter Mitwirkung der Gesellschafterin Stadt Essen konnte die Geschäftsführung jedoch erreichen, dass die GVE-Gruppe aktuell keine Voraussetzung erfüllt, unter der die Gesellschaft ihre Verpflichtungen nicht erfüllen könnte.

Auch wurden erste Handlungsfelder identifiziert, aus denen eine Liquiditätsverbesserung und Rückführung von kommunalen Finanzmitteln erreicht werden kann. Intensiv wird eine Risikoinventur durchgeführt, um mögliche weitere Risiken zu identifizieren und Maßnahmen zu deren Beherrschung einzuleiten.

Darüber hinaus wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung bei der GVE informiert. Zum einen konnten dabei Ängste und Sorgen der Kolleginnen und Kollegen genommen werden. Die Belegschaft erkennt aber auch zum anderen die notwendige Reformierung von betriebliche Strukturen und Prozessen an und steht motiviert vor diesem Prozess. Hierfür danken Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafterin der GVE der Belegschaft.

Der Aufsichtsrat der GVE hat die Geschäftsführung der Gesellschaft beauftragt, einen detaillierten Maßnahmenplaneinschließlich Zeitplan zu erarbeiten und dem Aufsichtsrat vorzulegen. Voraussichtlich schon in der nächsten Aufsichtsratssitzung wird dieser Plan vorgelegt und erörtert werden können.

Befassen musste sich der Aufsichtsrat abschließend und intensiv mit einer rechtlichen Einschätzung zur Ordnungsmäßigkeit des Handels bei der GVE. Diese rechtliche Einschätzung erreichte den Aufsichtsrat erst unmittelbar vor Sitzungsbeginn, so dass eine abschließende rechtliche Würdigung und Ableitung gegebenenfalls notwendiger Handlungen nicht möglich war. Der Aufsichtsrat hat auch hier konsequent gehandelt und aus seiner Mitte ein Gremium bestimmt, das ich vertiefend mit der rechtlichen Einschätzung unter rechtlicher Begleitung befasst. Hierzu soll bereits am kommenden Freitag (13.03.15) im Rahmen einer neuen Aufsichtsratssitzung der Sachverhalt vorgetragen und gegebenenfalls Entscheidungen getroffen werden.

Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Rörig:
„Die Entscheidungen des Aufsichtsrates eine Sonderprüfung durchzuführen sowie der Vorschlag an die Gesellschafterin, eine Verstärkung der Geschäftsführung im Bereich der kaufmännischen Steuerung vorzunehmen, waren wichtige Schritte zur Sicherung des Unternehmens. Wir haben heute im Rahmen dessen, was in Kürze der Zeit seit letzter Sitzung möglich war, Ausblicke auf die kommenden möglichen Schritte erhalten. Entscheidend war darüber hinaus die Information, dass die Liquidität zunächst gesichert ist. Die Gesellschaft hat Zeit zur strukturierten und geordneten Aufarbeitung und Problemlösung erhalten, so dass eine kurzfristig erreichte, positive Fortführungsprognose stabilisiert werden kann.“

Sprecher der Geschäftsführung Dirk Miklikowski:
„Ich bedanke mich für das ausgesprochene Vertrauen des Aufsichtsrates sowie der Gesellschafterin und empfinde hieraus eine große Verantwortung. Meine ersten Gespräche mit der Gesellschafterin und der Aufsichtsratsvorsitzenden waren sehr konstruktiv. Meine ersten Tage haben gezeigt, das einiges zu tun und eine vertiefende Risikoinventur erforderlich ist, aber auch, dass die Gesellschaft aus sich heraus an der Lösung der akuten finanziellen Probleme entscheidend mitwirken kann. Hierfür benötigen wir jedoch Zeit, die uns die Gesellschafterin eingeräumt hat. Für mich gilt: Qualität vor Geschwindigkeit.“

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Pressekontakt

GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH

Markus Kunze
Rottstraße 17
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Tel.: 0201 8880910

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