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Aufsichtsratssitzung 12.05.15

Aufsichtsratssitzung 12.05.15

Der Aufsichtsrat der GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH (GVE) hat auf seiner heutigen Sitzung Erkenntnisse der unabhängigen Wirtschaftsprüfer zur Kostenentwicklung rund um den Stadionneubau bei der GVE diskutiert.

Die Wirtschaftsprüfer haben in den vergangenen vier Wochen im Auftrag der Geschäftsführung intensiv EDV-Buchhaltungsdaten im Finanz- und Rechnungswesen der GVE aus den Jahren 2007 bis 2015 aufbereitet. Zu der Sitzung des Aufsichtsrats waren die aktuelle Geschäftsführung sowie Vertreter des Beteiligungsmanagements der Stadt Essen als GVE-Alleingesellschafter eingeladen und anwesend.

„Eine wesentliche Erkenntnis des Berichts besteht darin, dass sich die vom bauüberwachenden Architekturbüro ermittelten Bau- und Baunebenkosten, einschließlich des Erwerbs des Baugrundstücks, mit rund 49,5 Millionen Euro im Rahmen der hierfür bei der GVE aktivierten Kosten bewegen“, erklärt die Vorsitzende des GVE-Aufsichtsrats, Barbara Rörig.

Die Wirtschaftsprüfer berichteten in der Sitzung, dass für das „Projekt Fußball“ in Essen auch Vorlauf- und Beratungskosten in Höhe von rund 11,6 Millionen Euro angefallen sind. Mit rund 6,9 Millionen Euro entfällt ein Großteil dieses Betrags auf den Ankauf von Vermarktungsrechten, Darlehensforderungen und Merchandisingartikeln des Fußballvereins Rot-Weiss Essen.

Sonstige Kosten veranschlagen die Prüfer mit rund 2,9 Millionen Euro. Unter diesen Kostenblock fallen unter anderem Aufwendungen für die Prüfung der Standsicherheit sowie Baugrunddetailuntersuchungen.

Die Wirtschaftsprüfer haben den Aufsichtsrat schließlich darauf aufmerksam gemacht, dass sich in der GVE-Gruppe für den Zeitraum von Juni 2011 bis März 2012 für vier Quartale jeweils zwei unterschiedliche Fassungen an Kostenberichten finden. Während sich eine Version auf Kostenschätzungen des Generalplaners bezieht, findet sich eine weitere Version, die auf die prognostizierten Baukosten im Beschluss des Rats der Stadt Essen zurückkommt. „Auf Grund dieser tatsächlichen Anhaltspunkte hat sich der Aufsichtsrat der GVE für weitere Prüfungen entschieden“, erklärt die Vorsitzende des Aufsichtsrats. „Wir erwarten uns weitere Erkenntnisse, ob und in welchem Umfang das Aufsichtsgremium in Bezug auf die Kosten des Stadionneubaus in den zurückliegenden Jahren unzureichend oder gar falsch informiert wurde“.

Die Wirtschaftsprüfer hatten zuvor darauf aufmerksam gemacht, dass die von der vormaligen Geschäftsführung sowie dem Generalplaner prognostizierten Baukosten mit jenen bei der GVE nur sehr schwer zu vergleichen sind. Der Generalplaner habe seine Prognosen nach sogenannten Kostengruppen sortiert und kategorisiert, während in der EDV-technischen Buchhaltung im Finanz- und Rechnungswesen bei der GVE bislang die Kreditorenlisten eingesehen werden konnten. Eine Überleitungsrechnung setze nach Ansicht der Wirtschaftsprüfer eine Prüfung der einzelnen Buchungsbelege für eine deutlich verbesserte Vergleichbarkeit voraus.

Der Aufsichtsrat hat auf seiner Sitzung den Wirtschaftsplan 2015/2016 zur Kenntnis genommen.

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GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH

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